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    Kinderoptometrie

    Hallo!

    Optik kastner team benjamin strattner

    Mein Name ist Benjamin Strattner. Augenoptikermeister und Papa eines fast drei Jahre jungen Mannes. Meine Lehre zum Augenoptiker habe ich 2004 genau dort gestartet, wo ich auch heute Tag täglich mit großer Freude zur Arbeit fahre – natürlich mit dem Rad 😉

    perfekt sehen macht glücklich – Der Slogan meines Arbeitgebers. Und im Genauen betrachtet etwas, das bei Kindern leider nicht so häufig zutrifft, wie es könnte (müsste). Vor einigen Jahren las ich eine Studie aus 2012 über das Sehen bei Kindern. Hierbei wurden Daten von ca. 7100 Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren erfasst. Das Ergebnis: ca. 10% der untersuchten Kinder wiesen entweder eine Störung des beidäugigen Sehens, eine Augenerkrankung oder eine andere Anomalie der Augen auf. Dieses Ergebnis nahm ich sehr erschrocken wahr, besonders wegen der Altersgruppe.

    Mit dem ersten Öffnen der Augenlider bei Geburt startet ein langer Lernprozess für unsere Augen. Gleichzeitig öffnet sich auch ein Zeitfenster. Ein Zeitfenster in dem die wichtigsten Funktionen für gutes und gesundes Sehen erlernt werden. Etwa mit dem 6. Lebensjahr schließt sich dieses Fenster langsam. Bleiben Sehstörungen unentdeckt oder fehlt dem Kind die richtige, visuelle Unterstützung, kann dies sehr oft nicht mehr aufgeholt werden. Aus diesem Grund ist die kindliche, visuelle Entwicklung von größter Bedeutung.

    In meiner Weiterbildung schnappte ich folgenden Satz auf: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“. Und stets nach diesem Motto richte ich meine gesamte Arbeit mit den kleineren Gästen in unserem Haus aus, denn Kinderoptometrie ist weit mehr als nur das Anpassen von Kinderbrillen.

    Jedes Kind hat es verdient, Sehen richtig zu erlernen!

    Möchtest du Kontakt mit mir aufnehmen oder keine Neuigkeiten verpassen, darfst du mir sehr gerne schreiben oder uns auf Instagram folgen.

    Perfekt sehen macht glücklich!

    Warum

    Die Entwicklung visueller Wahrnehmung ist ein sehr langer Lernprozess.
    Ich glaube, dass es jedes Kind verdient hat, diese richtige Entwicklung zu erfahren. Ob hierfür die richtigen Voraussetzungen gegeben sind, dafür bin ich für euch da!

    Wie

    Mit viel guter Laune, Spaß und Engagement werden stets kindgerechte Testverfahren angewandt, um Auffälligkeiten des Sehens aufzudecken. Die richtige, visuelle Entwicklung und das Wohl des Kindes stehen stets an oberster Stelle.

    Was

    Die Kinderoptometrie befasst sich mit dem Erkennen und Aufdecken von Entwicklungsstörungen und Auffälligkeiten beim Sehen von Kindern. Dies geschieht im Zusammenspiel mit interdisziplinären Fachkollegen.

    Kinder und Sehen

    Gutes Sehen ist für uns Erwachsene oft eine Selbstverständlichkeit.
    Ein Kind, das schlecht sieht hat keinen Vergleich zu gutem Sehen, daher gibt es auch keinen Grund sich zu beschweren. Besonders die ersten Lebensjahre sind für die visuelle Entwicklung von großer Bedeutung.

    Ich freue mich, dass du hier bist. Auf den folgenden Seiten möchte ich dir die Wichtigkeit der richtigen und altersgerechten Entwicklung des Sehens näher bringen. Außerdem, weshalb ein frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsstörungen des visuellen Systems von großer Bedeutung ist.

    Beim Einschenken geht gelegentlich was daneben? Bälle fangen klappt nicht so gut? Augen werden öfter mal gerieben und beim Ausmalen geht der Stift regelmäßig über die Linie hinaus? All dies können bereits Anzeichen visueller Defizite sein.

    Wem Anzeichen für Sehprobleme bekannt sind, kann frühzeitig dazu beitragen, dass sich das Sehen gesund entwickeln kann.

    Die Entwicklung

    Mehr als 80% aller Informationen erreichen unser Gehirn durch die Augen.
    Unser Sehsinn ist bemerkenswert, ein Wunderwerk. Wir können in etwa 200 Farbtöne unterscheiden und bis zu 2.3 Mio. Farbempfindungen kombinieren. Ein winziges Detail auf der Handfläche lässt sich genauso erkennen wie das wohl bekannteste Sternbild des Nordhimmels, den großen Bären, mit einer Entfernung von ca. 80 Mio. Lichtjahren.

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    Entwicklung des Sehens

    Es gibt Sehfunktionen, die bei der Geburt bereits vorhanden sind. Viele müssen jedoch in den ersten Lebensmonaten bzw. Lebensjahren bis zur vollen Leistungsfähigkeit erst erlernt werden.

    Anders als beim Hören hatte ein Kind vor der Geburt noch keine Möglichkeit, visuell mit der Umwelt zu interagieren. Dennoch ist bereits nach wenigen Monaten ein deutlicher Anstieg der Entwicklung des Sehens nachweisbar.

    Sehschärfe

    Die Sehschärfe eines Neugeborenen liegt in etwa bei 0,1 und weniger.
    (Vergleich: Sehschärfe eines 20-jährigen liegt bei 1,0 bis 1,6) In den ersten drei Lebensmonaten steigt diese signifikant an. Bis zum ersten Lebensjahr kann man von einer Sehschärfe von mindestens 0,3 ausgehen. Die Angaben, wann eine Sehleistung von 1,0 erreicht wird, gehen stark auseinander. Mit etwa 4 Jahren lässt sich dieses jedoch annehmen. Die vollständige visuelle Entwicklung ist erst ab dem 10. Lebensjahr, und darüber hinaus, abgeschlossen.

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    Brechkraft des Auges

    Kinderaugen verändern sich schnell. Unter anderem bedingt durch das Wachstum. In der Regel wird ein Kind mit einer Weitsichtigkeit von ca. +2,0dpt geboren. Bei Frühgeborenen ist dieser Wert tendenziell geringer. In den ersten Lebensjahren reduziert sich die Fehlsichtigkeit und es erfolgt eine Annäherung an die Rechtsichtigkeit (optischer Idealzustand). Bis das Kind in die Schule kommt, verringert sich der Wert auf etwa +0,75dpt. Es gibt jedoch Sehschwächen die bestehen bleiben oder sich erst im Laufe der Zeit entwickeln.

    Farbsehen

    Direkt nach der Geburt können Kinder nur wenige Farben wahrnehmen, jedoch sehen sie nicht schwarz-weiß. Sie können zum Beispiel Rot von Weiß unterscheiden, oder bevorzugen Rot und Grün einem Gelb. Die Zapfen der Netzhaut sind ab der 7. Lebenswoche soweit ausgereift, dass Farbensehen ermöglicht wird. Ab dem 4. Lebensmonat sehen Kinder Farben nahezu wie ein Erwachsener.

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    Auffälligkeiten

    Störungen oder Auffälligkeiten erkennen, die auf eine nicht altersgerechte Entwicklung des Sehens deuten, ist nicht einfach. Erschwerend hinzu kommt, dass sich ein Kind darüber nicht beschweren wird, denn es hat zu gutem Sehen keinen Vergleich.

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    Werden Sehprobleme zu spät oder womöglich gar nicht entdeckt, kann das Kind, Sehen nicht richtig erlernen. Dadurch kann die gesamte Entwicklung eingeschränkt sein. Je früher Sehprobleme festgestellt werden, desto größer ist die Chance, diese zu behandeln.

    Beim Einschenken geht gelegentlich was daneben? Bälle fangen klappt nicht so gut? Augen werden öfter mal gerieben und beim Ausmalen geht der Stift regelmäßig über die Linie hinaus? All dies können bereits Anzeichen visueller Defizite sein.

    Wem Anzeichen für Sehprobleme bekannt sind, kann frühzeitig dazu beitragen, dass sich das Sehen gesund entwickeln kann. Da Auffälligkeiten sehr unterschiedlich auftreten können, soll die folgende Übersicht beim Erkennen helfen.

    Visuelle Auffälligkeiten

    • Unscharfes Sehen
    • Schlechtes Schätzen von Entfernungen
    • Sehen in der Ferne meiden
    • Sehen in der Nähe meiden
    • Gegenstände werden sehr nah angesehen
    • Abstand zum TV verringert sich
    • Lichtempfindlichkeit
    • Verschütten beim Einschenken

    Körperliche Auffälligkeiten

    • Häufiges Augenreiben
    • Zuhalten/Zukneifen eines Auges
    • Schwierigkeiten beim Ballfangen
    • Kopf wird oft schräg gehalten
    • Probleme mit der Koordination
    • Gerötete Augen/Augentränen
    • Kopfschmerzen, Bauchschmerzen
    • Übelkeit bei Autofahrten
    • Ausschneiden fällt schwer

    Verhaltensauffälligkeiten

    • Zappeligkeit
    • Kurze Aufmerksamkeit
    • Motorisch ungeschickt
    • Stößt an Tischen oder Möbeln an
    • Spielt lieber alleine / gar nicht alleine
    • Schulnoten werden plötzlich schlechter
    • Abschreiben beim Banknachbar

    Auffälligkeiten beim Lesen und Schreiben

    • Verwechseln ähnlicher Buchstaben (b – d, p – q)
    • Schnelles Ermüden
    • Verständnisprobleme bei Texten
    • Lesen/Schreiben wird generell vermieden
    • Schnelles Lesen
    • Langsames Lesen, fehlerhaftes Lesen
    • Verrutschen in der Textzeile
    • Unsauberes ausmalen

    Es gibt Auffälligkeiten, die sind klar erkennbar. Andere wiederum nur kurz oder zeitweise bestehend. Manche Kinder erreichen eine hohe Sehschärfe und haben dennoch Probleme mit dem Sehen, weil das Zusammenspiel beider Augen nicht richtig funktioniert.

    Wenn du etwas auffällig findest, das womöglich auf ein visuelles Defizit hindeutet, darfst du gerne jederzeit mit mir Kontakt aufnehmen oder einen Termin vereinbaren. (Gleich rechts am Seitenrand online 😉 )

    Störungen und Sehfehler

    Kinderaugen verändern sich schnell. Am stärksten wachsen diese in den ersten zwei Lebensjahren. Jedoch wächst nicht nur das Auge alleine, was zu einer Kurzsichtigkeit führen würde.

    Hornhaut und Augenlinse sind genauso Veränderungen unterlegen, welche diese entstehende Kurzsichtigkeit kompensieren.

    Hierdurch ergibt sich bei vielen Kindern ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Brechkraft der Augen.

    Einige Sehfehler bestehen jedoch fortan oder entwickeln sich erst zu einem späteren Zeitpunkt.

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    Weitsichtigkeit (Hyperopie)

    Eine Hyperopie kommt zustande, wenn entweder der Augapfel zu kurz gebaut, oder die Brechkraft zu gering ist. Dadurch trifft das Licht nach der Brechung im Auge „virtuell“ hinter der Netzhaut in einen Punkt. Es entsteht ein unscharfer Seheindruck. Weitsichtige sehen in der Ferne besser, als in der Nähe. Eine Korrektur erfolgt mit Plusgläsern, ist jedoch besonders in den ersten Lebensjahren nur bei klinischer Notwendigkeit angezeigt.

    Kurzsichtigkeit (Myopie)

    Anders als bei der Weitsichtigkeit, ist bei der Myopie das Auge zu lang gebaut, oder die Brechkraft zu hoch. Auch dadurch entsteht ein unscharfer Seheindruck, was entfernte Objekte unschärfer erscheinen lässt, als Nahe. Korrigiert wird die Kurzsichtigkeit mit Minusgläsern.

    Schwachsichtigkeit (Amblyopie)

    Amblyopie (griech. Amblyopia „stumpfes Auge“) oder Schwachsichtigkeit bezeichnet eine beständige Verringerung der Sehschärfe, meistens eines Auges. Ursache hierfür ist eine unzureichende Entwicklung des Auges, insbesondere während der ersten 3-4 Lebensmonate.

    Die häufigste Form der Amblyopie entsteht durch das Schielen. Der Seheindruck des abweichenden Auges wird hierbei unterdrückt. Dies hilft dem Kind zwar keine störenden Doppelbilder zu haben, jedoch fehlt dadurch die Stimulanz und somit die Entwicklung der Sinneszellen.

    Auch ein Grund für eine Amblyopie kann sein, wenn die Sehstärke beider Augen unterschiedlich ist., kann das „schwächere“ Auge benachteiligt werden, und in seiner Entwicklung der Sehschärfe vernachlässigt werden.
    Etwa sechs Prozent aller Kinder zeigen zum Zeitpunkt der Einschulung eine Amblyopie auf.